corvinone
corvina
Corvinone Corvina
dindarella
rondinella
Dindarella Rondinella
croatina Croatina


   

Auch der Wein erfordert die Pflege der Rebe ad personam, von der Traube angefangen. Jede einzelne Traube, oder der grösste Teil davon, wird in die Hand genommen, wird abgewogen und geschätzt in der kurze Zeit die notwendig ist um sie in die Flachkiste oder Plateau zu legen, mit dem Tastsinn spürt man den Reifungsgrad und das Potenzial. Einmal zum Ruhen gelegt, wird täglich der Trocknungsvorgang kontrolliert und man führt die richtige Lüftung zu, wenn die Meteorologie nicht günstig ist. Aus Erfahrung weiss man ja schon welcher Weinberg besser geeignet ist für die Produktion von Valpolicella Classico, Recioto oder Amarone und so ist es leicht zu erraten welche Behandlungen notwendig sind um das Beste zu
erreichen.
All diese Pflege, die aus der Tradition stammt, aber die gleiche ist, die von der neuesten wissenschaftlichen Weinkunde gefordert wird, ist gerechtfertigt durch den speziellen Stellenwert vom Wein in der Volkskultur und vielleicht in der ganzen gesellschaftliche Kultur.
Der Wein wurde immer von einer Art Sakralaura begleitet, die nicht durch den alten Christlichen Kult begrenzt wurde. Bis vor wenigen Jahrzehnten wurden noch alten Sitten und Gebräuche gepflegt.
So begann die Weinlese nach der Madonna del Rosario, der Recioto wurde am Karfreitag umgefüllt, der Messwein wurde aus den gespendeten Trauben der ganzen Gemeinde gemacht.

In jedem Haus wurden einige Trauben an das Deckengebälk gehängt und für das Weihnachtsfest aufbewahrt. Einige Flaschen vom besten Wein wurden für die Taufe der Kinder auf die Seite gelegt.
Eine Flasche vom Guten besiegelte einen Vertrag, eine neue Freundschaft, ein Eheversprechen.
Wenn ein Vater den Jungbauer begleitete um offiziell um die Hand der Braut anzuhalten, so wurde das Einverständnis des Brautvaters mit der Einladung der Beiden sich an den Tisch zu setzen und eine Flasche vom Guten zu trinken ausgedrückt.